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Als Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) bezeichnet man eine im November 2011 bekannt gewordene rechtsextreme terroristische Vereinigung[1] in Deutschland, der nach den Ermittlungsergebnissen der
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Bundesanwaltschaft Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe angehörten und die aus der Jenaer rechtsextremen Szene der 1990er Jahre hervorging. Dem NSU werden unter anderem ein Sprengstoffanschlag in Nürnberg 1999, eine Mordserie an Migranten in den Jahren 2000 bis 2006, ein Sprengstoffanschlag in der Kölner Probsteigasse 2001, das Nagelbomben-Attentat in Köln 2004, der
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Polizistenmord von Heilbronn 2007 sowie 15 Raubüberfälle zur Last gelegt. Zehn Menschen wurden mutmaßlich von ihnen ermordet. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof bezeichnet sie als rechtsextremistische Gruppierung, deren Zweck es gewesen sei, „aus einer fremden- und staatsfeindlichen Gesinnung heraus vor allem Mitbürger ausländischer Herkunft zu töten“.[2]

Die Anzahl der Unterstützer ist unklar und wurde 2013 auf über 100 bis 200 geschätzt, darunter V-Personen und Funktionäre rechtsextremer Parteien. Bis zur Selbstenttarnung des NSU im November 2011 führten die mit großen Aufwand betriebenen Ermittlungen aufgrund des weitgehenden Ausschlusses eines rechtsextremen Hintergrundes der Taten sowie wegen technischer Fehler (Heilbronner Phantom) zu keinem Ergebnis. Das Handeln von Sicherheitsbehörden wie Verfassungsschutzämtern, Militärischem Abschirmdienst und Polizei führte ab Juli 2012 zu Rücktritten und Entlassungen der obersten Verfassungsschützer des Bundes, Thüringens, Sachsens und Berlins. Nachlässigkeiten, Aktenvernichtung, der Einsatz von V-Personen, Ermittlungspannen und organisatorische Defizite werden in NSU-Untersuchungsausschüssen des Deutschen Bundestages sowie einzelner Landesparlamente (Thüringen, Sachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Brandenburg) untersucht. Noch vor Beginn des Prozesses gegen Zschäpe und weitere Angeklagte erklärte das zuständige Oberlandesgericht München, es sei naheliegend, dass sich der NSU durch den Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos selbst aufgelöst habe.[3] Der Prozess wurde vor dem Oberlandesgericht München am 6. Mai 2013 eröffnet und ist noch nicht abgeschlossen.
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